Update zur Generalsanierung des Gymnasiums Parsberg – Ein Blick hinter die Kulissen

Einmal hinter die Kulissen unserer Baustelle am Gymnasium Parsberg blicken zu dürfen, darauf freuten wir Schülerinnen und Schüler der Schülerzeitung uns sehr an einem Vormittag im Januar. Gemeinsam mit unserem Schulleiter, Herrn Hößl, trafen wir uns mit dem Baustellenleiter, Herrn Reitberger, der uns zunächst in seinem Baubüro empfing und uns einige Details zur Sanierung der Schule erklärte. Vielen Dank an dieser Stelle an Sie, Herr Reitberger, für die Zeit, die Sie sich für uns genommen haben!
Zuerst zeigte uns Herr Reitberger eine Miniatur-Ansicht und die Baupläne des neuen Schulgebäudes, wie es nach dem Abschluss der Generalsanierung aussehen wird. Am Ende des aktuellen Schuljahres 2024/25 wird der zweite Bauabschnitt abgeschlossen sein, sodass bis zum Ende der Generalsanierung im Jahr 2027 noch die Arbeiten des 3. Bauabschnitts anstehen, die allerdings nicht mit einem Komplettabriss der betroffenen Gebäudeteile verbunden sind.
Anschließend erklärte uns Herr Reitberger, wie man konkret bei einer Sanierung vorgeht. Die Projektentwicklung besteht aus mehreren Schritten: Zunächst findet die Grundlagenermittlung statt, zu der in unserem Fall zum Beispiel die Anzahl der Klassenzimmer gehört. Nach der Klärung der Finanzen wird ein erstes Modell erstellt, Genehmigungen müssen eingeholt werden und die Umsetzungsmöglichkeiten des zuvor erstellten Modells werden diskutiert. Schließlich kommt es zur Ausschreibung der Gewerke, die aufgrund eines EU-Abkommens europaweit erfolgen muss. Wenn dann der Bau beginnt, ist es notwendig, das Projekt zu überwachen und hier kommt jetzt der Bauleiter, also Herr Reitberger selbst, ins Spiel, der stets überprüft, ob die Qualität der Arbeiten den Anforderungen entspricht. Außer der Überwachung ist der Bauleiter für die Terminplanung zuständig. Er legt genau fest, zu welchem Zeitpunkt welcher Schritt begonnen und beendet wird. Nach der Fertigstellung des Gebäudes bzw. der Sanierungsarbeiten liegen die Wartung und die Pflege im Aufgabenbereich des eigentlichen Besitzers, also in unserem Fall in den Händen des Freistaats Bayern. Hier sind für die „kleineren“ Reparaturen unsere Hausmeister angestellt.
Dann nahm sich Herr Reitberger die Zeit, uns, die Schülerzeitung, auf der Baustelle herumzuführen. Wir setzten den baurechtlichen Sicherheitsvorschriften entsprechend unsere Baustellenhelme auf und machten uns an die Besichtigung. Diese begann vor dem neuen Schulhaus, wo uns der Baustellenleiter, Herr Reitberger, auf viele interessante Dinge hinwies:
An der Außenfassade wurden beispielsweise während unseres Besuchs Halterungen für die Dämmung angebracht. Dort werden später die grauen Platten montiert, die dem Schulgebäude letztlich ihr charakteristisches Aussehen geben werden.
Interessant war auch die Frage, warum auf dem Bau keine Fertigbauteile verwendet werden. Der Baustellenleiter erklärte uns, dass sich die Verwendung von Fertigbauteilen erst ab einer bestimmten Menge von identischen Teilen lohnt, die beim Bau des Gymnasiums Parsberg nicht erreicht wird.
Als wir unsere künftigen Klassenzimmer betraten, wurde uns zuerst der Asphaltboden gezeigt, der aber natürlich noch glatt geschliffen wird, um einen qualitativ hochwertigen Fußboden zu erhalten. Danach erfuhren wir, warum die Decken im gesamten Gebäude nicht mit denen von Privatwohnungen zu vergleichen sind: Die mit Zement gemischte Holzwolle hat zum einen brandschutztechnische Gründe, zum anderen schluckt sie unglaublich gut den Schall – sogar im Rohbau war kein Echo zu hören! Dem Schallschutz dient auch der neue Boden aus Zement-Estrich, der schwimmend, also auf einer Plane, verlegt wird, damit Erschütterungen des Bodens möglichst nicht auf die Wände übertragen werden.
Erstaunt waren wir vor allem darüber, dass die Klassenzimmer trotz des Rohbauzustands sehr hell waren und geräumig wirkten.
Zum Ende hin wurden uns die neuen Chemiesäle gezeigt, in denen man schon die Wasser- und Gasanschlüsse sehen konnte. Auch das Belüftungssystem wurde uns erklärt: Eigentlich bräuchten wir zum Lüften gar keine Fenster mehr, denn die Belüftungsanlage allein reiche lt. dem Baustellenleiter für den Frischluftaustausch aus. Die Fenster würden theoretisch nur noch den Zweck erfüllen, dass sich die Schüler und Lehrkräfte durch natürliches Licht wohler fühlen. Am Ende der Besichtigung stiegen wir auf dem Baustellengerüst bis zum Schuldach und erfuhren dort Details zum Aufbau der Bedachung. Am Ende genossen wir noch kurz den wunderschönen Ausblick in der winterlichen Sonne und machten ein gemeinsames Foto.

Antonia Kammerer, Josua Neufert, Katharina Lindheim, Manfred Hößl

