Erasmus+ Projekt „Sustainable Development – How is Europe dealing with that challenge within 2020?“

Das Gymnasium Parsberg ist seit diesem Schuljahr an dem Erasmus+ Projekt „Sustainable Development – How is Europe dealing with that challenge within 2020?“ involviert. Gemeinsam mit den Partnerschulen aus Oulu (Finnland), Trujillo (Spanien) und Bergen (Norwegen) erarbeiten unsere Schüler verschiedene Maßnahmen, wie wir unsere Ressourcen nachhaltiger verwenden können. Im Oktober 2016 hat das erste Projekttreffen in Bergen stattgefunden. Die Lehrkräfte aus den vier Ländern haben in diesem Rahmen die Leitlinien und die verschiedenen Ansätze, die in den nächsten zwei Schuljahren verfolgt und bei den diversen Treffen umgesetzt werden sollen, erarbeitet. Das Ziel ist es, dass die verschiedenen Schulen und Länder voneinander lernen und im Rahmen derer Möglichkeiten, die aus dem Projekt gewonnen Erkenntnisse umsetzen.

S. Ziegler, Projektverantwortlicher

 

Mit Erasmus+ nach Norwegen

Im Rahmen des Erasmus+ Programms trafen sich Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Parsberg mit Schülerinnen und Schülern aus drei anderen europäischen Ländern in Bergen.
Das aktuelle Erasmus+ Projekt „Sustainable Development – How is Europe dealing with that challenge within 2020?“ beinhaltet den Austausch über die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit sowie deren Umsetzung innerhalb eines Schüleraustausches zwischen den Ländern Finnland, Norwegen, Spanien und Deutschland über einen Zeitraum von zwei Jahren. Im Programmzeitraum arbeiten die Schüler in Gruppen an verschiedenen Projekten zum Thema. Die Auslandsreisen dienen dem intensiven Austausch vor Ort und der Besichtigung von themenspezifischen Stätten.
Neben vielen arbeitsintensiven Phasen an der Schule wurde bei einer Stadtführung Bergen erkundet, in einem „Unverpackt“-Laden selbst Seife und Deodorant hergestellt, „insectfood“ zubereitet und verzehrt sowie eine Lachsfarm besichtigt.

K. Fischer und M. Buchecker

 


Miteinander, voneinander lernen! – Erasmus+ - Treffen in Trujillo

Wir haben nur eine Erde! Genau aus diesem Grund ist es für die folgenden Generationen wichtig, dass wir uns jetzt mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen und zwar länderübergreifend. Dies wird ermöglicht durch das Erasmus-Programm, bei dem sich Schülergruppen aus verschiedenen europäischen Länder – in unserem Fall Spanien, Norwegen, Finnland und Deutschland – treffen und an verschiedensten Projekten arbeiten und sich austauschen können. In unserem Fall hat das Projekt folgenden Schwerpunkt: Sustainable development - How is Europe dealing with that challenge within 2020?.
Nach dem Arbeitstreffen in Bergen hieß es diesmal Kofferpacken für Trujillo in Spanien. Der Ort liegt in der Extremadura, einem der trockensten Gebiete im Westen Spaniens und ist schon lange Zeit durch eine Schulpartnerschaft mit dem Gymnasium Parsberg verbunden.
Schon Wochen vorher hatten die fünf Schülerinnen Urschel Maike, Leusch Celina, Gerber Veronika, Anastacia Mönch und Thürmel Rosanna begonnen einen Film zum Thema Nachhaltigkeit an unserer Schule und in der Region zu drehen. Mit tollen Ideen und viel Eigeninitiative wurde das Thema Energieverschwendung in dem Kurzfilm umgesetzt. Engelchen und Teufelchen konkurrieren um energiesparende, bzw. energieverschwendende Verhaltensweisen der Schüler – mit mehr oder weniger Erfolg - und um das Ganze noch verständlicher zu machen, wurde der Film mit englischem Untertitel versehen.
Bestens vorbereitet flog die Gruppe, bestehend aus den fünf Schülerinnen und den Lehrkräften StRin Neumann-Zaunstöck Birgit und StRin Baron Elena, von Nürnberg nach Madrid. Da die Gruppen aus Norwegen und Finnland erst am Abend hier eintrafen, war genügend Zeit für eine Stippvisite in der Altstadt und einem Abendessen in einer Tapasbar. Zurück am Flughafen trafen wir die anderen Teilnehmer und fuhren anschließend mit dem Bus noch drei Stunden nach Trujillo. Trotz der späten Ankunft – es war mittlerweile nach Mitternacht – bereiteten die spanischen Gastfamilien allen einen kurzen, aber herzlichen Empfang.
Die Nacht war kurz, denn bereits um 8.30Uhr standen die Busse für eine Exkursion nach Merida bereit. Hier siedelten vor ca. 2000 Jahren die Römer, 900 Jahre später die Araber und von beiden Kulturen sind zahlreiche Gebäude und Gegenstände erhalten geblieben, die einen Einblick geben, wie zur damaligen Zeit mit der Ressource Wasser umgegangen wurde. Mit einem Fragebogen bearbeiteten die Schülergruppen, bestehend aus Schülern aller vertretenen Nationalitäten, die Aufgabenstellungen während der Stadtbesichtigung. Hier beeindruckten das sehr gut erhaltene Amphitheater und das römische Museum mit seiner modernen Architektur am meisten. Natürlich war zwischendurch stets genügend Zeit auch die spanische Lebensart kennenzulernen.
Am nächsten Tag zeigte sich die Schule und die spanische Schulgemeinschaft auf eine sehr lockere und lustige Art. Es war Schulfest und so fanden viele unterschiedliche Events auf dem Schulgelände statt, an denen die Erasmus-Schüler und -Lehrkräfte natürlich auch teilnahmen. Mit Vorträgen zur Schule und der Umgebung, einem Kurs zum Seifesieden aus benutztem Olivenöl, Karaoke-Singen, dem Mikroskopieren verschiedener Wasserproben, einer Mathe-Knobelei, einem Kochwettbewerb und dem Verschönern des Schulhauses wurden einige Aspekte zum Thema Nachhaltigkeit sehr kreativ und vor allem länderübergreifend bearbeitet. Zur Stärkung gab es im Anschluss ein Barbecue und den Nachmittag verbrachten die Schüler bei ihren Familien.
Der letzte Arbeitstag begann mit dem Kurzfilm zum Thema Nachhaltigkeit. Leider war es den anderen Gruppen aus zeitlichen Gründen nicht möglich gewesen auch einen Film zu machen, so war der Parsberger Film „the one and only“, beeindruckte aber alle Teilnehmer durch seine Professionalität!
Im Verlauf des Vormittags wurden noch Filme zum Thema Wasser gezeigt; einmal ein amerikanischer Film, der sich mit der Wasserverschwendung, den Sparmaßnahmen und dem notwendigen Umdenken bei der amerikanischen Bevölkerung befasste, zum anderen Filme, die die Situation im Gebiet der Extremadura veranschaulichten. Chemische Experimente rundeten den Vormittag ab. Nachdem die Teilnehmer sich in der Mittagspause in kleinen Gruppen in Trujillo gestärkt hatten, trafen sich alle Schüler um eine kurze Diashow über das Erasmustreffen in Trujillo zusammenzustellen.
Den letzten freien Tag verbrachten die Schüler bei ihren Gastfamilien und genossen bei verschiedensten Aktivitäten die spanische Gastfreundschaft und Lebensart.
Mitten in der Nacht brachen die Erasmus-Teilnehmer mit dem Bus nach Madrid auf, wo am späten Vormittag der Flieger in Richtung München startete, so dass alle wohlbehalten am Nachmittag zu Hause waren.

B., Neumann-Zaunstöck