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Memory Walk

Memory Walk

Die Beziehungen zwischen der Highschool Hohenfels und dem Gymnasium Parsberg wurden im Rahmen einer äußerst erfolgreichen Projektarbeit wieder intensiviert.
Sieben Schülerinnen und Schüler aus Hohenfels und sechs Jugendliche des Gymnasiums durften sich an der von der Stiftung Anne Frank Haus weltweit durchgeführten Initiative „Memory Walk“ beteiligen.

Es geht hier zunächst darum, vor Gedenkstätten und Denkmälern Kurzfilme zu drehen, die Interviews mit Passanten und Informationen zu den jeweiligen Erinnerungsorten zum Inhalt haben. Dabei sollen sich die Projektteilnehmer und die interviewten Passanten der Bedeutung der Monumente für sich und die gegenwärtige Gesellschaft bewusst werden. Das internationale „Memory Walk“ – Projekt prangert aber natürlich auch Menschenrechtsverletzungen der Gegenwart an.

Die amerikanischen und deutschen Jugendlichen wählten für ihr Filmprojekt als Drehorte das Misrachdenkmal in der Stadtmitte und das Colosseum in Regensburg. Damit setzten sie sich unter der Überschrift „Memory Walk - Regensburg 2018“ mit der tragischen und entsetzlichen Vergangenheit der Judenverfolgungen in Regensburg auseinander: Es entstanden innerhalb von drei Tagen zwei Kurzfilme, die in der Aula des Gymnasiums als Premiere vorgeführt wurden und im Internet veröffentlicht werden. Zur Unterstützung des Projekts waren von der Anne- Frank- Stiftung Dr. Barry von Driel aus den Niederlanden und Anton Kolmbauer erschienen.

Beide Filme übten auf die in der Aula des Gymnasiums zahlreich versammelten amerikanischen und deutschen Gäste eine tiefe und nachhaltige Wirkung aus. Die Jugendlichen stellten in englischer Sprache und in schlichten Worten zunächst einige Fakten der Judenverfolgungen besonders durch die Nationalsozialisten dar. Es zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler einen ihrem Alter entsprechenden sehr glaubwürdigen Zugang zu den bedrückenden Ereignissen der Geschichte fanden, der Betroffenheit und Bereitschaft zu verantwortungsbewusster Auseinandersetzung ausdrückte. Besonders der Kontrast zu den Bildern der modernen Stadt Regensburg an einem sonnigen Frühlingstag bewirkte Nachdenklichkeit bei den Zuschauern. Ehrlich und glaubwürdig wirkten auch die Aussagen der interviewten Passanten, die um Worte rangen angesichts mancher Ereignisse, die nur schwer in Worten fassbar sind.

Nach der Vorführung beider Filme entwickelte sich in der Aula des Gymnasiums eine Podiumsdiskussion, in der die Jugendlichen nach ihren Eindrücken befragt wurden, die sie über das Projekt gewonnen hatten. Frau Sabine Schmieder moderierte und übersetzte die Diskussion. Sie hatte für das Gymnasium Parsberg das Projekt und die Entstehung der Filme begleitet. Von amerikanischer Seite hatten Mr. Shannon Filonczuk, Ms. Holly Cook und Dr. Tricia Surinak das Projekt vorbereitet und unterstützt, ebenso wie die Schulleiterin der Highschool Hohenfels, Mrs. Echeverria. Federführend bei der Organisation des Projekts war Mrs. Patricia Hannon von der Elementary School Hohenfels, ohne deren Einsatz der Memory Walk Regensburg nicht möglich gewesen wäre. Die Veranstaltung in der Aula des Gymnasiums stellte ein Ereignis dar, das in seiner Bedeutung wohl einen Platz in der Schulgeschichte beider mitwirkenden Schulen verdient. Aufgewertet wurde das Projekt auch durch die Anwesenheit und Teilnahme hochrangiger Gäste: Mr. Mike Matthews, USAG Hohenfels, Mrs. Alina Rozanski, Human and Civil Rights Coordnator-Worldwide. Das Projekt wurde unterstützt vom United States Holocaust Memorial Museum und Elinar A. Senak.

Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler wurde von allen in der Aula des Gymnasiums versammelten Gäste, Eltern und Lehrer sehr gelobt. Dabei steht für die Jugendlichen beider Nationen fest: Die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Weitere Treffen wurden bereits ins Auge gefasst.

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