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Chemistry on Tour am Gymnasium Parsberg

CHEMIE FÜR DIE NACHT – wenn Moleküle anfangen zu leuchten.

Dr. Christian Ehli von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen tourt seit Jahren durch Bayern und bietet abwechslungsreiche Experimentalvorträge an.

Das Gymnasium Parsberg gehörte dieses Jahr zu den Schulen, die das Glück hatten, per Losverfahren für einen interessanten und kurzweiligen Vortrag ausgewählt worden zu sein.

Anhand anschaulicher Experimente brachte Dr. Christian Ehli die Bedeutung der Fluoreszenz, Phosphoreszenz, Chemolumineszenz und Biolumineszenz und ihr Auftreten im Alltag auf unterhaltsame und spielerische Weise näher.

Als Einstieg wurden die Grundlagen der Farbstoffchemie anschaulich beim Zerlegen des Lichts mit Hilfe eines Prismas erklärt.

 

 Wie funktioniert ein Tintenkiller und was kann man machen, damit man blaue Tinte wegkillern kann, wenn es in ganz Parsberg und Umgebung keinen Tintenkiller mehr zu kaufen gibt?
Ganz klar, die Knödelhilfe aus dem Supermarkt kann helfen. Der wissenschaftliche Hintergrund wurde anschaulich und leicht verständlich erklärt. Die Schüler testeten das gleich selber aus.
Warum man rote Tinte nicht wegkillern kann ist nun auch kein Geheimnis mehr.

Im Duell der Vanillepuddingpulver der Marken RUF und Dr. Oetker wurde der Effekt der Fluoreszenz eingesetzt, um diese zu unterscheiden. Dies ist aufgrund der unterschiedlichen Farbstoffe, die in den Produkten enthalten sind, möglich. Unsere Schüler assistierten Dr. Ehli dabei gekonnt.

Fluoreszenz ist bekannt von Stoffen, die unter UV-Licht anfangen zu leuchten. Tonic-Water oder weiße T-Shirts, die mit Vollwaschmittel gewaschen wurden, zeigen diese Eigenschaft.

 

Wenn der Farbstoff Riboflavin (Vitamin B2) in einem Lebensmittel enthalten ist, zeigt dieses das Phänomen der Fluoreszenz. Ein Effekt ist, diesem Lebensmittel eine „frische und leuchtende“ Farbe zu verleihen, wie zum Beispiel schöne eingemachte grüne Gurken oder besonders rote und appetitliche Erdbeeren mit Tortenguss auf dem Erdbeerkuchen.

Phosphoreszenz ist das Phänomen, bei der Stoffe nach Aktivierung „nachleuchten“. Bekannt ist die Phosphoreszenz von den Gute-Nacht-Sternen im Kinderzimmer, den Absperrbändern und Notausgangs-schildern.

Biolumineszenz ist bei Lebewesen, wie z.B. Glühwürmchen zu beobachten, wo dieses Leuchten durch chemische Reaktionen ausgelöst wird. Wenn Quallen in Zoos besonders schön leuchten, ist das allerdings eine Fluoreszenz, da diese mit UV-Licht angestrahlt werden.

Zuletzt demonstrierte Herr Dr. Ehli mit Hilfe von Schülern die Chemolumineszenz anhand des Luminol-Nachweises von Blut, wie er aus vielen Kriminal- oder CSI-Filmen bekannt ist und erläuterte die Spurensicherung an einem Tatort.


Als Abschiedsgeschenk erhielten unsere Schüler einen Flyer der Universität mit Knicklichtern und einen Briefumschlag, der beim Öffnen im Dunkeln leuchtet – ein Effekt, der mit jedem handelsüblichen Selbstklebeverschluss funktioniert.
Bei der nächsten Tour werden wir uns auf jeden Fall wieder bewerben und hoffen, dass wir im Losverfahren zu den ausgewählten Schulen gehören.

Heike Zeiler

© 2017 Gymnasium Parsberg