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Projekt Baumprotokoll

Ein Baum im Jahreskreis

Naturwissenschaftliches Arbeiten im eigenen Garten

Ein Jahresprojekt der Klasse 5a im Schuljahr 2017/18

Großes Durchhaltevermögen bewiesen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a im Schuljahr 2017/18. Denn sie schlüpften in die Rolle von Naturwissenschaftlern und machten es zu ihrer Aufgabe, in ihrer Freizeit einen Laubbaum durch das Jahr zu begleiten.

Nach vorher festgelegten Kriterien führten sie von September 2017 bis Juni 2018 ein Baum-protokoll. Vierzehntägig wurden dazu verschiedene Daten erhoben: Um 7 Uhr, um 14 Uhr und um 21 Uhr wurde die Außentemperatur gemessen, um die Tagesdurchschnittstemperatur berechnen zu können. Außerdem wurden die Tageslänge bestimmt sowie Veränderungen am Baum dokumentiert.

 

Schnell merkten die Schüler, dass persönliches Organisationstalent, Zuverlässigkeit und Genauigkeit in der Erledigung der Aufgaben unabdingbar waren. Denn nicht erhobene Daten konnten rückwirkend natürlich nicht mehr rekonstruiert werden. Nach vereinzelten Anfangs-schwierigkeiten gelang es schließlich jedem, die gestellten Aufgaben in den Alltag einzubinden.

 

Gegen Ende des Jahres wurden die nüchternen Datensammlungen in ansprechende Plakate verwandelt. Gepresste Blüten und Blätter, getrocknete Früchte, Knospen- und Rindenproben fanden darauf genauso ihren Platz wie Skizzen und Fotos sowie per Hand gezeichnete Diagramme und Steckbriefe. So konnte jeder Schüler seinen Laubbaum ansprechend präsentieren.

Die Klasse erprobte in diesem Projekt das naturwissenschaftliche Arbeiten von der Datenerhebung, über die Datenverarbeitung, -interpretation und -präsentation und erfuhr viel Wissenswertes und Interessantes über einheimische Wald- und Obstbäume, aber auch über kultivierte Zier-bäume. Darüber hinaus wurde deutlich, dass nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Tages- und Nachtlänge die Entwicklung eines Baumes im Jahresverlauf beeinflussen.

Auffällig war, dass die Bäume 2018 im Frühjahr erst spät austrieben, die Entwicklung anschließend aber recht rasch verlief. Dies lässt sich mit Abweichungen der Monatsdurchschnitts-temperaturen vom langjährigen Mittel erklären. Denn während der Februar um 2,8°C und der März um 1,5°C unter dem 30-jährigen Mittel lagen, war der April der wärmste seit den Klimaaufzeichnungen und der Mai lag mit 16,0°C um 4,0°C über dem Durch-schnitt. Zurückzuführen sind diese außergewöhnlichen Werte auf das Klima-phänomen El Nino im süd-pazifischen Raum, das weltweite Klimaabweichungen nach sich zieht.

Als Abrundung des Jahresprojektes wurden alle Plakate beim Sommerfest präsentiert. Schließlich konnten auch interessierte Besucher in einem Quiz über die Ausstellung als Botanikexperten glänzen.

Bernadette Zehender

 

© 2017 Gymnasium Parsberg