schule ohne rassismus

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ist ein Projekt für Schülerinnen und Schüler aller Schularten. Es wurde 1995 durch den Verein Aktion Courage e.V. in Deutschland eingeführt und hat sich mittlerweile zum größten bundesweiten Schulnetzwerk entwickelt.

Mit Erhalt des Titels verpflichten sich die betreffenden Schulen dazu, jedes Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierung durchzuführen, um so langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen. Des Weiteren versprechen sie, sich gegen Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen an der eigenen Schule zu wenden und sich dafür einzusetzen, gemeinsam Wege zu finden, die es ermöglichen, dass Schüler (und Lehrer) einander achten. Es geht also im Wesentlichen darum, alle Mitglieder der Schulfamilie für die Themen Diskriminierung und Rassismus, aber auch das immer häufiger auftretende Phänomen des Mobbings, zu sensibilisieren und Mut zu machen, im Zweifelsfall helfend einzugreifen.

Um offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" werden zu können, müssen sich zunächst mindestens 70% aller Lehrer, Schüler und Angestellten in eine Unterschriftenliste eintragen. Zudem braucht jede Schule einen oder mehrere prominente Paten. Erst wenn sich jemand gefunden hat, der das Projekt mit seinem Namen unterstützt, kann man sich um den Titel bewerben. Wurden alle Kriterien erfüllt, wird der Schule im Rahmen eines kleinen Festaktes offiziell der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Zudem erhält die Schule ein Metallschild, das am Eingang montiert werden kann.

Um künftig auch in der Öffentlichkeit noch deutlicher zu machen, dass sich die Schulfamilie ausdrücklich gegen jede Art von Rassismus oder Diskriminierung ausspricht, hat sich das Gymnasium Parsberg im Schuljahr 2012/2013 dazu entschlossen, am Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" teilzunehmen. Mit mehr als 92% der Unterschriften und gleich drei Paten war die Bewerbung mehr als erfolgreich, sodass am 20.9.2013 schließlich die offizielle Titelverleihung durch den Landeskoordinator Dr. Thomas J. Kraus erfolgen konnte.

Im Rahmen dieser Veranstaltung betonten Vertreter der SMV, dass ihnen durchaus bewusst sei, dass ihnen mit diesem Titel kein Preis für bereits geleistete Arbeit übergeben werde, sondern es sich dabei vielmehr um eine Selbstverpflichtung handle, Verantwortung für das Klima an der eigenen Schule und im persönlichen Umfeld zu übernehmen. Sie zeigten sich dabei zuversichtlich, dem Titel SOR-SMC als Gemeinschaft in Zukunft gerecht werden zu können.

Auch eine enge Zusammenarbeit mit den drei Patenbands „Django 3000“, „Killerpilze“ und „B.Trug“ ist geplant. So soll bereits im Sommer 2014 ein gemeinsames Konzert gegen „Rechts“ organisiert werden.

Link zur website von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"

Link zum MZ-Artikel vom 20.09.2013